Montag, 11. Oktober 2010

Yokey's Knob Büggel

Endlich ist Montag und unsere Besichtigungstermine sind heute.
Auf dem Plan steht eine Wohnung - die ist direkt gegenüber von unserer Basis und ein Haus AUF dem Yorkey's Knob. Yorkeys Knob ist ja direkt am Meer und da hat es so einen kleinen, steilen Hügel - eben den Knob (Büggel). Die Strassentafel sagt 20% Steigung. Und es fühlt sich auch so an.

Aber wir mussten ja zuerst ins Immobilienbüro wegen der "Procedure". Wir entschieden uns heute was Neues auzuprobieren und haben uns aufgebretzelt. Um unseren augenfälligen Reichtum zu unterstreichen habe mich mit sämtlichem Schmuck behängt. Kleider machen Leute nicht?

Wir also Punkt 8:55Uhr ins Immobilienbüro geschwebt *Haare werf* und da wurde uns mitgeteilt, dass sie im Moment nur zu zweit sind und wir deshalb warten müssten, bis eine dritte Person kommt. ... ??? Anscheinend darf im Büro zu keiner Zeit nur eine Person sein.
Aber sie waren dann doch so flexibel, dass sie uns vorgeschlagen haben DIREKT selber auf den Knob zu fahren an die Adresse und dort zu warten... Wie war das mit der australischen Kompliziertheit?

Egal - wir erfreuen uns der gewonnen Selbständigkeit und machen uns sofort auf den Weg.



Ok - erster Eindruck ist: Haus ist extrem gross. Vom Garagenplatz aus sieht man ein wenig Meer. Aber vom Ausblick alleine haben wir noch nicht gelebt.
Wir haben das Haus umrundet und mussten feststellen, dass es ziemlich ungepflegt ist.
Die Innenbesichtigung hat dann eigentlich unseren ersten Eindruck bestätigt. Auch von Innen ist es ungepflegt und alt. Küche und Bad sind 60iger-70iger Jahre Stil. Auch haben wir so spontan keine Küchen- oder Schranktüre gefunden, die sich ohne Probleme öffnen lies. Alles ist aus Holz und verzogen. Dies wegen der Feuchtigkeit hier.


Die Wasserflecken an der Wand und der Decke rundeten das Bild ab. Unsere Immobiene gab uns darauf hin eine Lektion über Cairns. Hier sei es so feucht, da könne man gar nichts dagegen machen. Es schimmelt immer irgendwo.
*Kiefer zusammenpress*

Als wir auf dem Balkon standen, konnte man einen undefinierbaren Gestank wahrnehmen. Thomas fragte und die zweite Lektion unserer Immolehrerin: In Cairns stinkt es immer. Man gewöhnt sich daran.
Hier läge immer irgenwo ein totes Tier und der Wind würde den Duft verteilen. *Kiefer fest zusammenpress*.

So stehen wir also da, aufgebretzelt in einer muffig-feuchten Umgebung und unsere Immobiene fragt uns ob wir uns wir für das Haus bewerben möchten. Wie als wenn unsere Ausrufe und Fragezeichen im Gesicht nicht Antwort genug darauf wären, mussten wir es tatsächlich noch verbal formulieren.

Die Wohnung war stickig und voller Ameisen - mehr sag ich hier gar nicht dazu.

Den Nachmittag haben wir damit verbracht, Termine mit den anderen Immobilienfirmen abzumachen. Und wir konnten dann tatsächlich noch zwei andere Objekte anschauen. Leider war unser Haus da noch nicht dabei.
Wir sind richtige müde.

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