Wieder ein Müsterli aus dem Bereich "Geschichten, die das Leben schreibt".
Und die geht so:
Letzen Freitag haben wir wieder einmal Wein gekauft. Wir haben uns angewöhnt immer 6 Flaschen gleichzeitig zu kaufen, damit wir 10% Ermässigung erhalten. Wir haben unsere Stammmarke, jedoch lassen wir uns hin und wieder dazu hinreissen einen neuen Wein zu probieren. So geschehen letzen Freitag.
Am Abend dann, voller Freude, öffneten wir unseren neuen Experimentier-Wein. Es machte *Plopp* und das trotz Schraubverschluss! Dem ungewöhnlichen Ton, folgte ein ungewöhnlicher Geruch und eine noch ungewöhnlichere Farbe des Weins. Kurz um, der Wein war schlecht, da oxidiert.
Am Samstag passierte dann das eigentliche Müsterli.
Wir wollen den schlechten Wein umtauschen und fahren deshalb zum Händler. Glücklicherweise steht das selbe Frölein am Tresen, wie am Tag zuvor, die uns den Wein verkauft hat. Wir erklären ihr, dass der Wein oxidiert ist und daher ungeniessbar und fragen, ob wir den Wein umtauschen können. Wir blicken in ein fragendes Gesicht. Dann kam die Frage: "Oxi was?"
Wir: "oxidiert, schlecht, ungeniesbar"
Geduldig schauen wir dem Frölein zu, wie es ganz langsam und sehr sorgfältig die ganze Flasche inspiziert und alle aufgeklebten Etiketten aufmerksam durchliest. 2 bis 3 Minuten vergehen, dann erklärt sie uns mit ganz ernster Miene, sie könne da nirgends Verfalldatum finden.
Nun schaut sie in UNSERE fragenden Gesichter: "Verfall was?"
Wir erklären dem Frölein, das Wein kein Verfallsdatum hat.
Worauf das Frölein uns erklärt, dann könne der Wein auch nicht schlecht sein.......!
Dann auf einmal entdeckt unsere selbsternannte Weinexpertin, dass die Flasche geöffnet ist! Und fragt entsetzt: "Haben sie die Flasche geöffnet?" Wir geben es zu, ja haben wir die Flasche geöffnet ... wie sonst bitteschön hätten wir merken sollen, dass der Wein oxidiert ist.......?
Das Frölein war nun am Ende Ihrer reichhaltigen Weisheit und rief Ihre Chefin an. Diese kam dann kurze Zeit später mit einem Glas bewaffnet, schenkte ein wenig Wein ein und roch daran. Nochmals erwähnten wir die braune Farbe des Weins, worauf sich das "oxi-was-Frölein" wieder meldet und altklug behauptet, dass die Farbe für sie rot sei und jeder Wein schrecklich riechen würde.
Eigentlich unglaublich, wie das Selbstbewusstsein geradezu unheimliche Dimensionen annehmen kann, sobald Vorgesetzte zugegen sind.
Die Chefin dagegen gab sofort zu, dass sie von Wein nicht viel verstehe würde und wir deshalb selbstverständlich zwei andere Flaschen haben könnten.
Wir fuhren tränenlachend nach Hause und genossen am Abend einen fabelhaften Wein, ohne plopp und ohne oxi-irgendwas.
Montag, 13. Dezember 2010
Donnerstag, 11. November 2010
..... and how is the weather in Austria?
Jeder Schweizer der in englischsprachigen Ländern umher reist, kennt folgende Konversation:
... and where are you from?
I am from Switzerland!
... oh really.. how nice.. and how is the weather like in Sweden?
*kopf kratz*
Das erleben wir hier natürlich auch und wir haben dann jeweils schon spitze Bemerkungen auf der Zunge. Nun sind wir aber ja nicht bösartig veranlagt und so schauen wir elegant über solche winzigen Details hinweg. Jedoch stört uns diese australische Ignoranz manchmal sehr und wir planen unseren Rachefeldzug, denn wir wollen Vergeltung.
Und heute ist es so weit! Der Tag der Vergeltung!
Ehrlich gesagt kommt dieser Vergeltungsschlag etwas unerwarteterweise von Südkorea und nicht von uns. Dafür ist er von globalem Ausmass und wir lachen uns dumm und doof hier.
In Südkorea findet zur Zeit der G20 Gipfel statt und um die Staatschefs der 20 Länder 'Willkommen' zu heissen, haben ein paar Koreaner riesige Figuren gebastelt, die diese Staatschefs repräsentieren sollen.
Unser Prime Ministerin heisst Julia Gillard
und so sieht Ihre Figur aus:
"But someone in the Seoul municipal council, which set up the figures, has confused Australia with Austria, and the Prime Minister is depicted as holding the correct flag, but dressed as if she were about to compete in a yodelling contest."
"Aber jemand in Seoul's Gemeinderat, der die Figuren gemacht hat, hat Australien mit Austria verwechselt, die Prime Ministerin hält zwar die korrekte Australische Fahne, jedoch ist sie angezogen als nehme sie an einem Jodelwettbewerb teil."
Und ABC News hat sogar den Titel 'Fräulein' aktiviert:
... and where are you from?
I am from Switzerland!
... oh really.. how nice.. and how is the weather like in Sweden?
*kopf kratz*
Das erleben wir hier natürlich auch und wir haben dann jeweils schon spitze Bemerkungen auf der Zunge. Nun sind wir aber ja nicht bösartig veranlagt und so schauen wir elegant über solche winzigen Details hinweg. Jedoch stört uns diese australische Ignoranz manchmal sehr und wir planen unseren Rachefeldzug, denn wir wollen Vergeltung.
Und heute ist es so weit! Der Tag der Vergeltung!
Ehrlich gesagt kommt dieser Vergeltungsschlag etwas unerwarteterweise von Südkorea und nicht von uns. Dafür ist er von globalem Ausmass und wir lachen uns dumm und doof hier.
In Südkorea findet zur Zeit der G20 Gipfel statt und um die Staatschefs der 20 Länder 'Willkommen' zu heissen, haben ein paar Koreaner riesige Figuren gebastelt, die diese Staatschefs repräsentieren sollen.
Unser Prime Ministerin heisst Julia Gillard
und so sieht Ihre Figur aus:
Source: The Daily Telegraph
und im Couriermail ist dazu folgendes zu lesen:"But someone in the Seoul municipal council, which set up the figures, has confused Australia with Austria, and the Prime Minister is depicted as holding the correct flag, but dressed as if she were about to compete in a yodelling contest."
"Aber jemand in Seoul's Gemeinderat, der die Figuren gemacht hat, hat Australien mit Austria verwechselt, die Prime Ministerin hält zwar die korrekte Australische Fahne, jedoch ist sie angezogen als nehme sie an einem Jodelwettbewerb teil."
Und ABC News hat sogar den Titel 'Fräulein' aktiviert:
*PRUST*
Freitag, 15. Oktober 2010
Der "Schweizer-Club" in Cairns
Naja, den Schweizer Club in Cairns gibt es eigentlich gar nicht. Es ist eine Vereinigung des deutschsprachigen Länderraumes.
Trotzdem, jeden Freitag treffen sich dort Deutsche, Österreicher und Schweizer ab 18:00 Uhr zum freudigen Beisammensein. Natürlich kann man dort dann auch währschafte Kost aus der alten Heimat geniessen.
Dies alles haben wir auf der - na sagen wir mal - nicht ganz soooo fetzigen Internetseite des Club's herausgefunden.
Bis im September konnte man auf der Webseite sogar nachlesen, was es Freitags dort zu essen gibt.
Aus diversen und anderen Gründen, die uns nicht bekannt sind, war diese Menukarte ab Oktober nicht mehr im Internet zu sehen. Aber 'währschafte' Kost heisst für mich Schinken, Käse, Speck und dergleichen - also Pickel - und deshalb haben wir vorher gegesessen.
Diese Entscheidung war richtig, denn es gab Sauerkraut, Schweinebraten und Würste.
Aber zurück zum ersten Eindruck des 'Schweizer Clubs' in Cairns.
Das Clubhaus erinnert an ein grosses, altes Fachwerkhaus, sehr charmant gemacht und liebevoll gepflegt. Im Innern Bierkrüge auf den Simsen und zu Lampen umgebaute Wagenräder, Fahnen und Holleriooo *lach*.
Der Handörgeler darf natürlich auch nicht fehlen und mit über 80ig Jahren machte er seine Sache schon ziemlich gut.
Brechend voll war es nicht gerade. Ich glaube wir waren etwa die Nummer 14 und 15 und mehr wurden es auch nicht. An der Bar gibt es deutsches Bier und so haben wir uns auf die Barhocker gesetzt und auf schwiizerdütsch ein deutsches Bier bestellt.
Der Barmann war freudig überrascht 'zwoi Schwizer' zu sehen. In einer Stunde haben wir dann herrausgefunden, dass er der Clubpräsident ist und dass es noch ganz viele andere Schweizer, also so ungefähr acht (8), in ihrem Club gibt. Der Rest sind Deutsche und zwölf oder vierzehn Österreicher. Oder so ähnlich.... *aha*.
Wir haben auch herausgefunden, dass seine Tocher nächstes Wochenende heiratet.... *oh, aha*..... und das er einen Sohn hat........... *hmmm, aha*.............. und das die Sekretärin des Clubs in der Küche am kochen ist.............. *ui, aha*........... und das er sein Haus für wenig Geld gekauft hat und es heute ganz teuer verkaufen könne.......... *kopf nicken*........
Wir haben nicht herausgefunden, ob sie uns als neue Mitglieder nehmen würden, denn man muss ja einen Antrag stellen, der 'Genehmigt' werden muss - nichts da mit LaLa-Land Australien-That'll-do-Mentalität! Hier wird ein Beitrittsgesuch überprüft und dann eventuell, gegebenenfalls, womöglich, unter Umständen, allenfalls und vielleicht genehmigt! Zucht und Ordnung! *ZACK*
Nachdem dieser Besuch hier nicht so ergiebig wie erhofft verlaufen ist, haben wir die Lokalität nach einer Stunde verlassen. Mit unserem Abgang schoss der Altersdurchschnitt im Clubhaus auf ungefähr 69 Jahre hoch.
Es gibt in Cairns ja noch ein Schweizer Restaurant, das Swiss Inn - und es würde mich nicht erstaunen, wenn die Cairnser Eidgenossen, da Ihre geheimen, subversiven Untergrund-Splittergruppen-Treffen abhalten würden!
Trotzdem, jeden Freitag treffen sich dort Deutsche, Österreicher und Schweizer ab 18:00 Uhr zum freudigen Beisammensein. Natürlich kann man dort dann auch währschafte Kost aus der alten Heimat geniessen.
Dies alles haben wir auf der - na sagen wir mal - nicht ganz soooo fetzigen Internetseite des Club's herausgefunden.
Bis im September konnte man auf der Webseite sogar nachlesen, was es Freitags dort zu essen gibt.
Aus diversen und anderen Gründen, die uns nicht bekannt sind, war diese Menukarte ab Oktober nicht mehr im Internet zu sehen. Aber 'währschafte' Kost heisst für mich Schinken, Käse, Speck und dergleichen - also Pickel - und deshalb haben wir vorher gegesessen.
Diese Entscheidung war richtig, denn es gab Sauerkraut, Schweinebraten und Würste.
Aber zurück zum ersten Eindruck des 'Schweizer Clubs' in Cairns.
Das Clubhaus erinnert an ein grosses, altes Fachwerkhaus, sehr charmant gemacht und liebevoll gepflegt. Im Innern Bierkrüge auf den Simsen und zu Lampen umgebaute Wagenräder, Fahnen und Holleriooo *lach*.
Der Handörgeler darf natürlich auch nicht fehlen und mit über 80ig Jahren machte er seine Sache schon ziemlich gut.
Brechend voll war es nicht gerade. Ich glaube wir waren etwa die Nummer 14 und 15 und mehr wurden es auch nicht. An der Bar gibt es deutsches Bier und so haben wir uns auf die Barhocker gesetzt und auf schwiizerdütsch ein deutsches Bier bestellt.
Der Barmann war freudig überrascht 'zwoi Schwizer' zu sehen. In einer Stunde haben wir dann herrausgefunden, dass er der Clubpräsident ist und dass es noch ganz viele andere Schweizer, also so ungefähr acht (8), in ihrem Club gibt. Der Rest sind Deutsche und zwölf oder vierzehn Österreicher. Oder so ähnlich.... *aha*.
Wir haben auch herausgefunden, dass seine Tocher nächstes Wochenende heiratet.... *oh, aha*..... und das er einen Sohn hat........... *hmmm, aha*.............. und das die Sekretärin des Clubs in der Küche am kochen ist.............. *ui, aha*........... und das er sein Haus für wenig Geld gekauft hat und es heute ganz teuer verkaufen könne.......... *kopf nicken*........
Wir haben nicht herausgefunden, ob sie uns als neue Mitglieder nehmen würden, denn man muss ja einen Antrag stellen, der 'Genehmigt' werden muss - nichts da mit LaLa-Land Australien-That'll-do-Mentalität! Hier wird ein Beitrittsgesuch überprüft und dann eventuell, gegebenenfalls, womöglich, unter Umständen, allenfalls und vielleicht genehmigt! Zucht und Ordnung! *ZACK*
Nachdem dieser Besuch hier nicht so ergiebig wie erhofft verlaufen ist, haben wir die Lokalität nach einer Stunde verlassen. Mit unserem Abgang schoss der Altersdurchschnitt im Clubhaus auf ungefähr 69 Jahre hoch.
Es gibt in Cairns ja noch ein Schweizer Restaurant, das Swiss Inn - und es würde mich nicht erstaunen, wenn die Cairnser Eidgenossen, da Ihre geheimen, subversiven Untergrund-Splittergruppen-Treffen abhalten würden!
Mittwoch, 13. Oktober 2010
Einmal die ganze Schweiz durchquert
In den letzten beiden Tagen sind wir also tatsächlich soviele Kilometer gefahren, dass wir es locker von Schaffhausen nach Lugano und zurück geschafft hätten!
Auch haben wir das Budget fuer die wöchentliche Miete massivst nach oben korrigiert.
Es gibt folgende Mietobjekt-Kategorien:
Seit beinahe 2 Jahren sammeln wir australische Erfahrung und deshalb wissen wir, dass ungepflegte Häuser und verwilderte Gärten meist gleichbedeutend ist mit ungepflegten und verwilderten Menschen.
So haben wir also unser Budget nach oben korrigieren müssen, denn wir sind einfach aus dem Alter raus, in dem 'Frau' wegen lausigen 30 Dollar exorbitante Kompromisse eingeht. Vielleicht noch vor 10 Jahren hätte ich freudig naiv JA dazu gesagt. Aber ich bin ja schon merklich in den 40igern und da bin ich nicht mehr so flexibel :-)
So haben wir für heute Nachmittag einen Kategorie 5-Besichtigungstermin, also ein modernes 4-Zimmer Haus in Kewarra Beach, abgemacht.
Das Haus war tatsächlich modern. Es hatte ein grosses Wohnzimmer mit offener Küche, zwei schöne Badezimmer, eine Doppelgarage und einen etwas unpersönlichem Garten. Dabei fiel auf, aus welchem Fenster man auch guckte, die Aussicht war immer auf den sündhaft hässlichen und äusserst braunen Lattenzaun. Naja wenns nur das ist....
Nein es war noch was anderes. Der Vormieter war ein randalierender Hundebesitzer. Man sah, dass er sich mehrere Male an Türen und Wände ausgetobt hatte. Leider haben die Hunde alle Zimmerteppiche versifft und deshalb miefte das ganze Haus nach nassen Hunde und weiss Gott noch was.
*Nase rümpf*
Mit einer professionellen Teppichreinigerfirma und etwa 100 Liter Febreeze, wäre das Haus 'dufte' gewesen.
Eigentlich müsste der Teil der Ortschaft in dem dieses Haus steht Kewarra Hinterland heissen, denn die Beach ist wirklich auf der anderen Seite des Highways, was wirklich schade ist.
Auch wenn wir nicht das 'Wir-gehören-hier-hin'-Gefühl hatten, haben wir zum ersten Mal ein Haus besichtigt, für das wir nicht schon vor dem Einzug 25 Kompromisse eingehen müssten.
Das tat zumindest unseren Seelen gut!
Auch haben wir das Budget fuer die wöchentliche Miete massivst nach oben korrigiert.
Es gibt folgende Mietobjekt-Kategorien:
- 100-200 Dollar = Ein Zimmer zur Untermiete
- 200-250 Dollar = Eine versiffte 2-Zimmer Wohnung
- 250-300 Dollar = Ein versifftes 3-Zimmer Haus
- 300-350 Dollar = Ein kleines, altes 3-Zimmer Haus, mit winzig kleinen Räumen, Gasherd (ohne Druck!!) ohne Abzug, ohne Geschirrspühler, ohne Waschmaschine und einem Badezimmer im 60iger Jahre Stil
- 350-380 Dollar = Ein grosses, modernes 4-Zimmer Haus
- über 380 Dollar = Ein grosses, modernes 4-Zimmer Haus, mit 2 Badezimmer und Pool
Seit beinahe 2 Jahren sammeln wir australische Erfahrung und deshalb wissen wir, dass ungepflegte Häuser und verwilderte Gärten meist gleichbedeutend ist mit ungepflegten und verwilderten Menschen.
So haben wir also unser Budget nach oben korrigieren müssen, denn wir sind einfach aus dem Alter raus, in dem 'Frau' wegen lausigen 30 Dollar exorbitante Kompromisse eingeht. Vielleicht noch vor 10 Jahren hätte ich freudig naiv JA dazu gesagt. Aber ich bin ja schon merklich in den 40igern und da bin ich nicht mehr so flexibel :-)
So haben wir für heute Nachmittag einen Kategorie 5-Besichtigungstermin, also ein modernes 4-Zimmer Haus in Kewarra Beach, abgemacht.
Das Haus war tatsächlich modern. Es hatte ein grosses Wohnzimmer mit offener Küche, zwei schöne Badezimmer, eine Doppelgarage und einen etwas unpersönlichem Garten. Dabei fiel auf, aus welchem Fenster man auch guckte, die Aussicht war immer auf den sündhaft hässlichen und äusserst braunen Lattenzaun. Naja wenns nur das ist....
Nein es war noch was anderes. Der Vormieter war ein randalierender Hundebesitzer. Man sah, dass er sich mehrere Male an Türen und Wände ausgetobt hatte. Leider haben die Hunde alle Zimmerteppiche versifft und deshalb miefte das ganze Haus nach nassen Hunde und weiss Gott noch was.
*Nase rümpf*
Mit einer professionellen Teppichreinigerfirma und etwa 100 Liter Febreeze, wäre das Haus 'dufte' gewesen.
Eigentlich müsste der Teil der Ortschaft in dem dieses Haus steht Kewarra Hinterland heissen, denn die Beach ist wirklich auf der anderen Seite des Highways, was wirklich schade ist.
Auch wenn wir nicht das 'Wir-gehören-hier-hin'-Gefühl hatten, haben wir zum ersten Mal ein Haus besichtigt, für das wir nicht schon vor dem Einzug 25 Kompromisse eingehen müssten.
Das tat zumindest unseren Seelen gut!
Montag, 11. Oktober 2010
Yokey's Knob Büggel
Endlich ist Montag und unsere Besichtigungstermine sind heute.
Auf dem Plan steht eine Wohnung - die ist direkt gegenüber von unserer Basis und ein Haus AUF dem Yorkey's Knob. Yorkeys Knob ist ja direkt am Meer und da hat es so einen kleinen, steilen Hügel - eben den Knob (Büggel). Die Strassentafel sagt 20% Steigung. Und es fühlt sich auch so an.
Aber wir mussten ja zuerst ins Immobilienbüro wegen der "Procedure". Wir entschieden uns heute was Neues auzuprobieren und haben uns aufgebretzelt. Um unseren augenfälligen Reichtum zu unterstreichen habe mich mit sämtlichem Schmuck behängt. Kleider machen Leute nicht?
Wir also Punkt 8:55Uhr ins Immobilienbüro geschwebt *Haare werf* und da wurde uns mitgeteilt, dass sie im Moment nur zu zweit sind und wir deshalb warten müssten, bis eine dritte Person kommt. ... ??? Anscheinend darf im Büro zu keiner Zeit nur eine Person sein.
Aber sie waren dann doch so flexibel, dass sie uns vorgeschlagen haben DIREKT selber auf den Knob zu fahren an die Adresse und dort zu warten... Wie war das mit der australischen Kompliziertheit?
Egal - wir erfreuen uns der gewonnen Selbständigkeit und machen uns sofort auf den Weg.

Ok - erster Eindruck ist: Haus ist extrem gross. Vom Garagenplatz aus sieht man ein wenig Meer. Aber vom Ausblick alleine haben wir noch nicht gelebt.
Wir haben das Haus umrundet und mussten feststellen, dass es ziemlich ungepflegt ist.
Die Innenbesichtigung hat dann eigentlich unseren ersten Eindruck bestätigt. Auch von Innen ist es ungepflegt und alt. Küche und Bad sind 60iger-70iger Jahre Stil. Auch haben wir so spontan keine Küchen- oder Schranktüre gefunden, die sich ohne Probleme öffnen lies. Alles ist aus Holz und verzogen. Dies wegen der Feuchtigkeit hier.
Die Wasserflecken an der Wand und der Decke rundeten das Bild ab. Unsere Immobiene gab uns darauf hin eine Lektion über Cairns. Hier sei es so feucht, da könne man gar nichts dagegen machen. Es schimmelt immer irgendwo.
*Kiefer zusammenpress*
Als wir auf dem Balkon standen, konnte man einen undefinierbaren Gestank wahrnehmen. Thomas fragte und die zweite Lektion unserer Immolehrerin: In Cairns stinkt es immer. Man gewöhnt sich daran.
Hier läge immer irgenwo ein totes Tier und der Wind würde den Duft verteilen. *Kiefer fest zusammenpress*.
So stehen wir also da, aufgebretzelt in einer muffig-feuchten Umgebung und unsere Immobiene fragt uns ob wir uns wir für das Haus bewerben möchten. Wie als wenn unsere Ausrufe und Fragezeichen im Gesicht nicht Antwort genug darauf wären, mussten wir es tatsächlich noch verbal formulieren.
Die Wohnung war stickig und voller Ameisen - mehr sag ich hier gar nicht dazu.
Den Nachmittag haben wir damit verbracht, Termine mit den anderen Immobilienfirmen abzumachen. Und wir konnten dann tatsächlich noch zwei andere Objekte anschauen. Leider war unser Haus da noch nicht dabei.
Wir sind richtige müde.
Auf dem Plan steht eine Wohnung - die ist direkt gegenüber von unserer Basis und ein Haus AUF dem Yorkey's Knob. Yorkeys Knob ist ja direkt am Meer und da hat es so einen kleinen, steilen Hügel - eben den Knob (Büggel). Die Strassentafel sagt 20% Steigung. Und es fühlt sich auch so an.
Aber wir mussten ja zuerst ins Immobilienbüro wegen der "Procedure". Wir entschieden uns heute was Neues auzuprobieren und haben uns aufgebretzelt. Um unseren augenfälligen Reichtum zu unterstreichen habe mich mit sämtlichem Schmuck behängt. Kleider machen Leute nicht?
Wir also Punkt 8:55Uhr ins Immobilienbüro geschwebt *Haare werf* und da wurde uns mitgeteilt, dass sie im Moment nur zu zweit sind und wir deshalb warten müssten, bis eine dritte Person kommt. ... ??? Anscheinend darf im Büro zu keiner Zeit nur eine Person sein.
Aber sie waren dann doch so flexibel, dass sie uns vorgeschlagen haben DIREKT selber auf den Knob zu fahren an die Adresse und dort zu warten... Wie war das mit der australischen Kompliziertheit?
Egal - wir erfreuen uns der gewonnen Selbständigkeit und machen uns sofort auf den Weg.

Ok - erster Eindruck ist: Haus ist extrem gross. Vom Garagenplatz aus sieht man ein wenig Meer. Aber vom Ausblick alleine haben wir noch nicht gelebt.
Wir haben das Haus umrundet und mussten feststellen, dass es ziemlich ungepflegt ist.
Die Innenbesichtigung hat dann eigentlich unseren ersten Eindruck bestätigt. Auch von Innen ist es ungepflegt und alt. Küche und Bad sind 60iger-70iger Jahre Stil. Auch haben wir so spontan keine Küchen- oder Schranktüre gefunden, die sich ohne Probleme öffnen lies. Alles ist aus Holz und verzogen. Dies wegen der Feuchtigkeit hier.
Die Wasserflecken an der Wand und der Decke rundeten das Bild ab. Unsere Immobiene gab uns darauf hin eine Lektion über Cairns. Hier sei es so feucht, da könne man gar nichts dagegen machen. Es schimmelt immer irgendwo.
*Kiefer zusammenpress*
Als wir auf dem Balkon standen, konnte man einen undefinierbaren Gestank wahrnehmen. Thomas fragte und die zweite Lektion unserer Immolehrerin: In Cairns stinkt es immer. Man gewöhnt sich daran.
Hier läge immer irgenwo ein totes Tier und der Wind würde den Duft verteilen. *Kiefer fest zusammenpress*.
So stehen wir also da, aufgebretzelt in einer muffig-feuchten Umgebung und unsere Immobiene fragt uns ob wir uns wir für das Haus bewerben möchten. Wie als wenn unsere Ausrufe und Fragezeichen im Gesicht nicht Antwort genug darauf wären, mussten wir es tatsächlich noch verbal formulieren.
Die Wohnung war stickig und voller Ameisen - mehr sag ich hier gar nicht dazu.
Den Nachmittag haben wir damit verbracht, Termine mit den anderen Immobilienfirmen abzumachen. Und wir konnten dann tatsächlich noch zwei andere Objekte anschauen. Leider war unser Haus da noch nicht dabei.
Wir sind richtige müde.
Samstag, 9. Oktober 2010
Kleider machen Leute - Decko's machen Häuser!
Wir haben natürlich wahnsinnig viel gelernt - allem voran, dass es wahnsinnig kompliziert ist ein Haus oder eine Wohnung nur schon zu besichtigen. Das "Procedure" geht so:
HEUTE morgen haben wir im Internet ein absolut traumhaftes Haus in Holloways Beach gesehen!
Ist aber leider so, dass da wie immer nirgends eine Adresse steht. Wir also SOFORT zur Immobilienfirma Godwin Witten in Cairns selber (17km) gefahren und haben unser Interesse mit Nachdruck an diesem Objekt bekundet.
Und da fing das Gewinde und Gedruckse an .... ja sie hätten da noch was anderes... NEIN wir wollen das traumhafte Haus ansehen! Ehhmm OK...wir sollten mal da vorbei fahren und uns das von aussen ansehen, ABER es würde noch eine Weile dauern, bis es bezugsbereit wäre, da der Gartensitzplatz noch erneuert würde. Wir natürlich sofort gekontert, dass es uns EGAL wäre - wir könnten warten. Wir seien nicht in Eile... Daraufhin meinte die Dame, wir sollten diese Immobilie mal von aussen ansehen und falls das Interesse dann bestehe, sollten wir uns wieder melden. OK. Wir fuhren dorthin....

Ohhh jeehhhhhhh.... kein Wunder das Gedruckse-
Wir sind "not amused".
An dieser Stelle muss ich wohl noch erwähnen, dass das Haus zur Zeit von etwa 1000000 Fliegen bewohnt wird, die sich ein tolles Nest ausgesucht haben. Und ich wusste nicht, dass Fliegen wie Bienen irgendwie einen Stock haben... (???)Hat nicht jemand Insektologie studiert?
- Man sammelt von verschiedenen Immobilienbüros zusammengebostitchte A4 Blätter mit schlechten Bildern von Häusern und Wohnungen. Sofort wird man darauf hingewiesen, die ansprechenden Immobilien selber abzufahren und von aussen zu besichtigen.
- Man konsolidiert alle Listen und stellt eine möglichst clevere Route zusammen, um die "ansprechenden" Immoblien anzusehen.
- Man fährt und besichtigt von aussen, notiert und streicht
- Nach absolvierter Tour fährt man wieder alle Immobilienfirmen ab und versucht Termine für die Innenbesichtigung zu bekommen - das Problem dabei ist das Abstimmen der Termine der verschiedenen Immobilienfirmen
HEUTE morgen haben wir im Internet ein absolut traumhaftes Haus in Holloways Beach gesehen!
Ist aber leider so, dass da wie immer nirgends eine Adresse steht. Wir also SOFORT zur Immobilienfirma Godwin Witten in Cairns selber (17km) gefahren und haben unser Interesse mit Nachdruck an diesem Objekt bekundet.
Und da fing das Gewinde und Gedruckse an .... ja sie hätten da noch was anderes... NEIN wir wollen das traumhafte Haus ansehen! Ehhmm OK...wir sollten mal da vorbei fahren und uns das von aussen ansehen, ABER es würde noch eine Weile dauern, bis es bezugsbereit wäre, da der Gartensitzplatz noch erneuert würde. Wir natürlich sofort gekontert, dass es uns EGAL wäre - wir könnten warten. Wir seien nicht in Eile... Daraufhin meinte die Dame, wir sollten diese Immobilie mal von aussen ansehen und falls das Interesse dann bestehe, sollten wir uns wieder melden. OK. Wir fuhren dorthin....

Ohhh jeehhhhhhh.... kein Wunder das Gedruckse-
Wir sind "not amused".
An dieser Stelle muss ich wohl noch erwähnen, dass das Haus zur Zeit von etwa 1000000 Fliegen bewohnt wird, die sich ein tolles Nest ausgesucht haben. Und ich wusste nicht, dass Fliegen wie Bienen irgendwie einen Stock haben... (???)Hat nicht jemand Insektologie studiert?
Freitag, 8. Oktober 2010
Das Cairns Weekend faengt schon um 1 Uhr an!
Ausgeschlafen und Guter Dinge sind wir heute gegen Mittag zu "unserem" Immobilienheini Nummer 1 zurück und haben ihm gesagt, das wir gerne das Haus 16 Janett St und die Wohnung 13 Rutherford besichtigen würde. Er fragt wann? - wir sagen - Jetzt!
Das war das Stichwort für die Immo-Tusse im Hintergund. NEIN - dies sein absolut nich möglich, da das Auto den ganzen Nachmittag nicht da wäre.
Wir haben dann unser Auto offeriert - NEIN, das gehe nicht da sie dann nicht versichert sei wenn etwas passiere.... Security reasons... Ich darf hier getrost erwähnen, das wir in etwa das bulligste Fahrzeug fahren was in der Gegend ist - wir sind schliesslich vom Land und haben Luxus Bullbar (Kuhfänger). Wenn irgendwer in uns reinfahren täte, dann wäre der wohl mit einem Totalschaden konfrontiert, währendessen wir kleine Kratzer ausbessern würden!
Egal - The Immo-Tusse konnte sich heute Freitag, um 1 Uhr Nachmittags nicht mit einer Wohnungsbesichtigung für uns anfreunden weil:
1. Kein Auto da
2. Ihr eigenes Auto nicht verischert ist für solche Fahrten und
3. das Wochende praktisch schon da ist.
Um diese Erkentnis reicher, machten wir einen neuen Besichtigungstermin ab. Der ist nun am Montag um 9:00 Uhr.
Wir besichtigen eine Wohnung die 40 meter von uns entfernt liegt. Eigentlich direkt gegenüber von unserer derzeitigen Basis. Aber NEIN natürlich müssen wir zuerst ins Immobüro gehen bevor wir diese Wohung besichtigen können! Wir dürfen uns nicht direkt beim Mietobjekt treffen - den dies entspricht absolut nicht "the procedure". *augenroll*
Das war das Stichwort für die Immo-Tusse im Hintergund. NEIN - dies sein absolut nich möglich, da das Auto den ganzen Nachmittag nicht da wäre.
Wir haben dann unser Auto offeriert - NEIN, das gehe nicht da sie dann nicht versichert sei wenn etwas passiere.... Security reasons... Ich darf hier getrost erwähnen, das wir in etwa das bulligste Fahrzeug fahren was in der Gegend ist - wir sind schliesslich vom Land und haben Luxus Bullbar (Kuhfänger). Wenn irgendwer in uns reinfahren täte, dann wäre der wohl mit einem Totalschaden konfrontiert, währendessen wir kleine Kratzer ausbessern würden!
Egal - The Immo-Tusse konnte sich heute Freitag, um 1 Uhr Nachmittags nicht mit einer Wohnungsbesichtigung für uns anfreunden weil:
1. Kein Auto da
2. Ihr eigenes Auto nicht verischert ist für solche Fahrten und
3. das Wochende praktisch schon da ist.
Um diese Erkentnis reicher, machten wir einen neuen Besichtigungstermin ab. Der ist nun am Montag um 9:00 Uhr.
Wir besichtigen eine Wohnung die 40 meter von uns entfernt liegt. Eigentlich direkt gegenüber von unserer derzeitigen Basis. Aber NEIN natürlich müssen wir zuerst ins Immobüro gehen bevor wir diese Wohung besichtigen können! Wir dürfen uns nicht direkt beim Mietobjekt treffen - den dies entspricht absolut nicht "the procedure". *augenroll*
Donnerstag, 7. Oktober 2010
How to rent - Mietobjektsuche auf australisch
Wir sind uns nun ja schon vieles gewöhnt, was die australische Mentalität angeht und selbstverständlich freuen wir uns immer eine neue Erfahrung machen zu dürfen.
Diesmal lernen wir die Lektion "How to rent". Und das geht so:
Wir sind natürlich "schweizerisch" vorbereitet und haben viele Tage damit verbracht im Internet Immobilien zu suchen, die für uns in Frage kommen.
Für uns gibt es gibt zwei Varianten: Entweder ein 3 Zimmer Haus (das sind wirklich 3 Zimmer + Wohnzimmer und Bad) oder eine 2 Zimmer Wohnung und ein Teil unserer Möbel wir dann halt separat eingestellt. Preislich kommt das auf etwa dasselbe hinaus. Und log gehts.
Was in der Schweiz die Seite: "alleimmobilien.ch" ist, ist hier zum Beispiel "realestate.com.au" oder "homehound.com.au".
Also wir haben da passende Objekte gefunden und nun wollen wir die sehen. Gesagt getan.
Im Gegensatz zur Schweiz nimmt man hier mit einem Immobilien-Heini Kontakt auf und nicht mit einer Verwaltung. Wir also direkt los in diesen Immobilien Shop und da sagt der Typ hinter dem Tresen: "How can we help you?"
Wir sind ja vorbereitet und sagen prompt wir haben da diese Immobilie gesichtet im Internet und wollen die anschauen. Natürlich ist das nicht so einfach. Zuerst wir da seitens der Immobilienfirma gefragt was man genau will und nach mehrmaligem betonen, das wir an dieser EINEN Immobilien Interessiert sind, wird einem eine Liste ausgehändigt mit allen Mietobjekten die zur Verfügung stehen - inklusivie Adressen (was im Internet meist nicht ersichtlich ist)
Dann die tolle Instruktion man solle die Objekte selber von aussen besichtigen und darauf hin überprüfen ob die Gegend und die Nachbarschaft genehm sei.
Falls Ja - Könne man dann einen Besichtigungstermin vereinbaren. Bis dahin alles OK. Und dann die freudige Überraschung, dass um 3 Uhr heute nachmittag eine Besichtigung einer Wohnung stattfände und wir uns gerne anschliessen könnten. Treffpunkt sei 3 Uhr Immobilienbüro hier. WOW - das ist aber speditiv.
Wir also guter Dinge zurück zu unserer Basis. 2 Stunden Zeit um zu essen und uns dann auf unserer erste australische Wohnungsbesichtigung zu freuen.
2:50 Uhr (brütende Hitze im Auto) wir sind unterwegs zu Immo-fritz. 500 meter später Ankunft bei dem Büro und ZACK sehen wir ein Immo-Fritz-Auto an uns vorbei brausen. Dann im Büro wurde uns mitgeteilt, dass die Besichtigung früher stattfände und wir deshalb direkt zur Adresse fahren sollten. Naja... OK..... hmm....
Wir als wieder in brütend heisses Auto und dahin gefahren.
Unser Prospekt sagt 2 Bedroom - also 3- Zimmer Wohnung im ersten Stock mit Balkon.
Nach kurzer Suche finden auch wir die richtige Türe und treten ein. Uns verschlägt es den Atem.
Selbst bei vorsichtigem einatmen konnten unsere Nasenhärchen den penetranten Schweiss- und Urinalgeruch nicht filtern................ Das war das Hauptkriterium für unsere Ablehnung. Das rostende Balkongeländer, die Spinnweben, die defekten Schranktüren sowie die versifften Teppiche rundeten das Bild ab. Dank unserer schweizerischen Zurückhaltung rangen wir uns ein Lächeln ab, mit der Bemerkung "Die Zimmer sind uns leider etwas zu klein, Good Bye".
In Tat und Wahrheit lag uns eher unsere neue Wort-Eigenkreation "RISH" auf der Zunge - ein Rat Infested Shit Hole :-)
Daraufhin wollten wir natürlich nichts mehr dem Zufall überlassen und sind dann bei sage und schreibe 8 verschiedenen Immobilien-Heinis vorbei gefahren und haben Listen gesammelt, diese konsolidiert, ins Auto gestiegen, alles abgefahren, und haben durchgestrichen und "Höggli gsetzt" bei welchen Immobilien wir ein gutes Gefühl hatten.
200km später war unsere Liste komplett.
Diesmal lernen wir die Lektion "How to rent". Und das geht so:
Wir sind natürlich "schweizerisch" vorbereitet und haben viele Tage damit verbracht im Internet Immobilien zu suchen, die für uns in Frage kommen.
Für uns gibt es gibt zwei Varianten: Entweder ein 3 Zimmer Haus (das sind wirklich 3 Zimmer + Wohnzimmer und Bad) oder eine 2 Zimmer Wohnung und ein Teil unserer Möbel wir dann halt separat eingestellt. Preislich kommt das auf etwa dasselbe hinaus. Und log gehts.
Was in der Schweiz die Seite: "alleimmobilien.ch" ist, ist hier zum Beispiel "realestate.com.au" oder "homehound.com.au".
Also wir haben da passende Objekte gefunden und nun wollen wir die sehen. Gesagt getan.
Im Gegensatz zur Schweiz nimmt man hier mit einem Immobilien-Heini Kontakt auf und nicht mit einer Verwaltung. Wir also direkt los in diesen Immobilien Shop und da sagt der Typ hinter dem Tresen: "How can we help you?"
Wir sind ja vorbereitet und sagen prompt wir haben da diese Immobilie gesichtet im Internet und wollen die anschauen. Natürlich ist das nicht so einfach. Zuerst wir da seitens der Immobilienfirma gefragt was man genau will und nach mehrmaligem betonen, das wir an dieser EINEN Immobilien Interessiert sind, wird einem eine Liste ausgehändigt mit allen Mietobjekten die zur Verfügung stehen - inklusivie Adressen (was im Internet meist nicht ersichtlich ist)
Dann die tolle Instruktion man solle die Objekte selber von aussen besichtigen und darauf hin überprüfen ob die Gegend und die Nachbarschaft genehm sei.
Falls Ja - Könne man dann einen Besichtigungstermin vereinbaren. Bis dahin alles OK. Und dann die freudige Überraschung, dass um 3 Uhr heute nachmittag eine Besichtigung einer Wohnung stattfände und wir uns gerne anschliessen könnten. Treffpunkt sei 3 Uhr Immobilienbüro hier. WOW - das ist aber speditiv.
Wir also guter Dinge zurück zu unserer Basis. 2 Stunden Zeit um zu essen und uns dann auf unserer erste australische Wohnungsbesichtigung zu freuen.
2:50 Uhr (brütende Hitze im Auto) wir sind unterwegs zu Immo-fritz. 500 meter später Ankunft bei dem Büro und ZACK sehen wir ein Immo-Fritz-Auto an uns vorbei brausen. Dann im Büro wurde uns mitgeteilt, dass die Besichtigung früher stattfände und wir deshalb direkt zur Adresse fahren sollten. Naja... OK..... hmm....
Wir als wieder in brütend heisses Auto und dahin gefahren.
Unser Prospekt sagt 2 Bedroom - also 3- Zimmer Wohnung im ersten Stock mit Balkon.
Nach kurzer Suche finden auch wir die richtige Türe und treten ein. Uns verschlägt es den Atem.
Selbst bei vorsichtigem einatmen konnten unsere Nasenhärchen den penetranten Schweiss- und Urinalgeruch nicht filtern................ Das war das Hauptkriterium für unsere Ablehnung. Das rostende Balkongeländer, die Spinnweben, die defekten Schranktüren sowie die versifften Teppiche rundeten das Bild ab. Dank unserer schweizerischen Zurückhaltung rangen wir uns ein Lächeln ab, mit der Bemerkung "Die Zimmer sind uns leider etwas zu klein, Good Bye".
In Tat und Wahrheit lag uns eher unsere neue Wort-Eigenkreation "RISH" auf der Zunge - ein Rat Infested Shit Hole :-)
Daraufhin wollten wir natürlich nichts mehr dem Zufall überlassen und sind dann bei sage und schreibe 8 verschiedenen Immobilien-Heinis vorbei gefahren und haben Listen gesammelt, diese konsolidiert, ins Auto gestiegen, alles abgefahren, und haben durchgestrichen und "Höggli gsetzt" bei welchen Immobilien wir ein gutes Gefühl hatten.
200km später war unsere Liste komplett.
Mittwoch, 29. September 2010
Cairns
Also so sind wir nun in Cairns und trotzen dem Dauerregen (!!!) und versuchen uns mit der Feuchtigkeit zu arrangieren. Bevor wir unsere Gesamtenergie in die Haus/Wohnungsuche investieren werden wir uns noch paar Tage richtige Ferien gönnen und die Umgebung auf Ihre rein visuelle "wohntauglichkeit" testen :-)
Als erstes sind wir heute allen Stränden nachgefahren. Nördlich von Cairns gibt es verschiedene Ortschaften, allesamt direkt am Meer an diesen Stränden. Da gibt es Holloways Beach, Yorkey's Knob, Trinity Beach, Trinity Park, Clifton Beach, Kewarra Beach und Palm Coves. Ob es schön ist oder nicht liegt natürlich vollends im Auge des Betrachters - aber ich finde es wunderschön!
Könnte mich also sehr schnell an so eine Aussicht gewöhnen! Und diese Häuser gibt es tatsächlich zu mieten!
Irgendwie kommt langsam wieder ein Gefühl des Lebens auf. Sicherlich ist dies auch weil wir ja Ferienstimmung haben.
Aber als wir in das riesige Shopping Center gefahren sind, da hat mein Herz einen kleinen Hüpfer gemacht vor lauter Glück, dass ich wieder einmal RICHITGE Auswahl habe und auch, weil ich mir nun sicher bin, dass ich noch nicht zu einem dummen Landei mutiert bin!!!
Als erstes sind wir heute allen Stränden nachgefahren. Nördlich von Cairns gibt es verschiedene Ortschaften, allesamt direkt am Meer an diesen Stränden. Da gibt es Holloways Beach, Yorkey's Knob, Trinity Beach, Trinity Park, Clifton Beach, Kewarra Beach und Palm Coves. Ob es schön ist oder nicht liegt natürlich vollends im Auge des Betrachters - aber ich finde es wunderschön!
Könnte mich also sehr schnell an so eine Aussicht gewöhnen! Und diese Häuser gibt es tatsächlich zu mieten!
Irgendwie kommt langsam wieder ein Gefühl des Lebens auf. Sicherlich ist dies auch weil wir ja Ferienstimmung haben.
Aber als wir in das riesige Shopping Center gefahren sind, da hat mein Herz einen kleinen Hüpfer gemacht vor lauter Glück, dass ich wieder einmal RICHITGE Auswahl habe und auch, weil ich mir nun sicher bin, dass ich noch nicht zu einem dummen Landei mutiert bin!!!
Sonntag, 26. September 2010
Februar-März-April-Mai-Juni-Juli-August Loch
sind ja viele Löcher!!!!
Unglaublich aber wahr - die Zeit verinnt und hier ereignet sich überhaupt nichts Aussergewöhnliches. Alles ist immer noch beim Alten.
Wir haben minutiös den Häusermarkt und die Wirtschaftslage beobachtet.
Autralien bubbled also so was von vor sich hin, es ist kaum zu glauben.
Was wir rein nur in Charters Towers beobachten ist, dass sehr viele Häuser auf den Markt geworfen werden, jedoch selten erwas verkauft wird. Die Preise stagnieren. Das ist gut. Das ist das was wir wollen.
Aber noch besser wäre die längst überfällige Korrektur der Preise.
Da Australien riesen gross ist, erwarte ich nicht, das es einen Nationalen Kollaps gibt.
Brisbane vermeldet zur Zeit, einen eher "zaghaften" Immobilienmarkt, auch Adelaide leidet ein wenig, Perth, Sydney, Darwin und Melbourne sind immer noch aktiv.
Wenn es in Brisbane zaghaft ist, dann wird es noch zaghafter im Rest des Staates Queensland. Dies hat uns nun den Startschuss gegeben um nach Cairns zu fahren und den Immoblienmarkt hier ein wenig aufzu mischen!
Ziel: Ein Mietshaus oder eine Mietwohnung in einer tollen Gegend zu finden.
Unglaublich aber wahr - die Zeit verinnt und hier ereignet sich überhaupt nichts Aussergewöhnliches. Alles ist immer noch beim Alten.
Wir haben minutiös den Häusermarkt und die Wirtschaftslage beobachtet.
Autralien bubbled also so was von vor sich hin, es ist kaum zu glauben.
Was wir rein nur in Charters Towers beobachten ist, dass sehr viele Häuser auf den Markt geworfen werden, jedoch selten erwas verkauft wird. Die Preise stagnieren. Das ist gut. Das ist das was wir wollen.
Aber noch besser wäre die längst überfällige Korrektur der Preise.
Da Australien riesen gross ist, erwarte ich nicht, das es einen Nationalen Kollaps gibt.
Brisbane vermeldet zur Zeit, einen eher "zaghaften" Immobilienmarkt, auch Adelaide leidet ein wenig, Perth, Sydney, Darwin und Melbourne sind immer noch aktiv.
Wenn es in Brisbane zaghaft ist, dann wird es noch zaghafter im Rest des Staates Queensland. Dies hat uns nun den Startschuss gegeben um nach Cairns zu fahren und den Immoblienmarkt hier ein wenig aufzu mischen!
Ziel: Ein Mietshaus oder eine Mietwohnung in einer tollen Gegend zu finden.
Dienstag, 21. September 2010
Wir und die Bankmanagerin
Du musst Dich bei allen Aktivitäten hier erst einmal schlau machen, bevor Du mit einem Australier darüber redest. Die sind zum Teil so ungebildet aber können dann trotzdem mit einer enormer Standhaftigkeit einfach etwas behaupten, dass man vor lauter schweizerischer Bescheidenheit fast einen Hofknicks macht.
Nun wir haben viel im Internet recherchiert und sind der Meinung, dass in Australien die Lage für unseren gesunden Menschenverstand sehr unstabil ist.
Wir denken, dass Australien eine Kredit/Häuserblase hat und deshalb haben wir uns entschieden einen Teil unseres Geldes zurück in die Schweiz zu schicken.
Da wir immernoch Schweizerkontos besitzen ist dies ja kein Problem. Wir nehmen Australische Dollar und senden sie in die Schweiz und dann werden sie dort in CHF umgetauscht - too easy. Genau so haben wir es ja gemacht vor 2 Jahren als wir hierher zogen, natürlich einfach umgekehrt und das war kein Problem.
Also wir auf die Bank erklären unseren Wunsch.
Sagt die Bankmanagerin: Ja, wir können hier nur Euro, Englische Pfund oder US Dollar in die Schweiz schicken......
Wir: *am Kopf kratz* ??? ehhmmm....
Bankmanagerin: Alle Australischen Dollar werden nur in diesen drei Währungen abgeschickt.... also entweder in US Dollar, Euro oder Pfund.
Wir: AHA .... und dann? Wie soll das weiter gehen? Erst in US Dollar, Euro oder Pfund - verbunden mit Kursverlust - und dann in CHF mit noch mehr Kursverlust ??
Bankmanagerin: *achsel zuck*
Wir: In der Schweiz gibt es Schweizer Franken und wir wollen sicherlich nicht über eine andere Währung wechseln dann hätten wir ja zwei mal Geld verloren!
Bankmanagerin: Ja das ist das, was unser System hier erlaubt. Das ist wegen den strengen Gesetzen hier - Geldwäscherei etc. Das System erlaubt nur das und nichts anderes! Alles andere gibt es nicht.
Wir: Das ist absolut unverständlich und das MUSS gehen - auf der ganzen Welt kann man das - und die grösste Bank in Australien wird das wohl auch können!
Bankmanagerin: Nein, sorry tut mir leid das geht nicht.
Wir: *anstarr*
Sie: Es geht nicht.
Wir: *schluck*
Da verliessen wir die Lokalität kopfschüttelnd und schimpfend und motzend und gingen gegenüber der Strasse in eine andere Bank mit dem Gedanken, wenn diese Bank es schafft, dann transferrieren wir unser Geld einfach auf diese Bank und dann *Zack* senden wir es von da in die Schweiz.
Die andere Bank, sagte zuerst dann aber auch das es wohl gehe Australische Dollar in Schweizer Franken umzuwandeln, aber sie können keine Australische Dollars schicken.
Also zuerst alles in schweizer Franken wechseln und dann schicken... natuerlich mit ober schlechtem Kurs - is ja klar. Wir haben da natürlich ein wenig rumgestänkert bis dann dort tatsächlich eine Möglichkeit gefunden wurde unseren Wünschen zu entsprechen.
Wir natürlich wieder über die Strasse in die andere Bank rein, da rennt die Bankmanagerin schon auf uns zu:
Sie hätte soeben ein Telefon erhalten von der Zentrale und die hätten ihnen mitgeteilt, dass es ein Systemfehler gegeben hätten, dies aber nun behoben wäre und man Australische Dollar direkt in die Schweiz schicken kann.........
Wir: *augenbraue hochheb*
Dann wurde wild mit der Maus im System rumgefuchtelt, hier und da geklickt und dann noch etwas später wurde dann in dem 'tollen' System tatsächlich DER Knopf entdeckt. Wenn man die Ausage der Bankmanagerin von vorher ernst nehmen würde, wäre das ja dann prompt ein "Geldwäscherei-Übertölplungs-Knopf" !!!
Nun waren wir also einen Schritt weiter an unserem Ziel, aber wir wollten ja Australische Dollar hier abschicken und die dann erst in der Schweiz in Franken wechseln lassen, da der Wechselkurs so rum um paar Rappen besser ist.
Aber unsere Bankmanagerin hier sagt natuerlich in allem Glanz und Gloria: NEIN. Das geht gar nicht, wir koennen nur Schweizer Franken schicken und der Kurs ist wohl derselbe.....
Wir: *anstarr*
Und so ging das weiter hin und her - wir wurden dann immer wortkarger aber blieben standhaft bei unserer Meinung das auch das funktionieren müsse.
Endlich bequemte sich die Bankmanagerin dazu jemanden anzurufen und das zu klären. Sie muss dann jemanden angerufen haben, der wirklich was von allem versteht, denn auf einmal wuselte sie zielstrebig zu einer Bankangestellten hin, nickte mit dem Kopf in unsere Richtung, flüsterte Instruktion und verschwand in ihrem Büro.
Die Bankangestellte kam, machte ratzfatz unseren Transfer - genaus so wie wir es wollten!
Und ZACK, sind Thomas und ich 2 Stunden älter und haben je 3 neue graue Haare. Aber egal - wir haben einem Australier was beigebracht, was er in erster Linie schon hätte wissen müssen, aber egal.
Fakt ist, dass jemand, der sich hier nicht mit Wechelkursen auskennt, und keine Ahnung hat was im Banksektor möglich sein muss und ist, enorm viel Geld verloren hätte. Die erste Variante war ja über zwei Währungen zu wechseln und die zweite Variante war mit 5 Rappen schlechterem Kurs.
Und ich bezweifle, dass sich ein normaler Australier mit einer Bankmanagerin anlegt, das machen nur renitente Schweizer wie wir.
Ein weiterer Punkt ist folgender, dass war ja die Frau Bankmanagerin höchstpersönlich, nun kann man sich in etwa vorstellen, wie die Bankwürstliangestellten untendran gebildet und ausgebildet sind - eigentlich will ich mir das gar nicht vorstellen !!!
Und so ist es mit Vielem hier. Man muss sich hier zwingend zuerst schlau machen und alles zuerst im Internet abklären, und dann kann man mit all der Munition dann in Australien rumlaufen und um sich schiessen. PENG!
Nun wir haben viel im Internet recherchiert und sind der Meinung, dass in Australien die Lage für unseren gesunden Menschenverstand sehr unstabil ist.
Wir denken, dass Australien eine Kredit/Häuserblase hat und deshalb haben wir uns entschieden einen Teil unseres Geldes zurück in die Schweiz zu schicken.
Da wir immernoch Schweizerkontos besitzen ist dies ja kein Problem. Wir nehmen Australische Dollar und senden sie in die Schweiz und dann werden sie dort in CHF umgetauscht - too easy. Genau so haben wir es ja gemacht vor 2 Jahren als wir hierher zogen, natürlich einfach umgekehrt und das war kein Problem.
Also wir auf die Bank erklären unseren Wunsch.
Sagt die Bankmanagerin: Ja, wir können hier nur Euro, Englische Pfund oder US Dollar in die Schweiz schicken......
Wir: *am Kopf kratz* ??? ehhmmm....
Bankmanagerin: Alle Australischen Dollar werden nur in diesen drei Währungen abgeschickt.... also entweder in US Dollar, Euro oder Pfund.
Wir: AHA .... und dann? Wie soll das weiter gehen? Erst in US Dollar, Euro oder Pfund - verbunden mit Kursverlust - und dann in CHF mit noch mehr Kursverlust ??
Bankmanagerin: *achsel zuck*
Wir: In der Schweiz gibt es Schweizer Franken und wir wollen sicherlich nicht über eine andere Währung wechseln dann hätten wir ja zwei mal Geld verloren!
Bankmanagerin: Ja das ist das, was unser System hier erlaubt. Das ist wegen den strengen Gesetzen hier - Geldwäscherei etc. Das System erlaubt nur das und nichts anderes! Alles andere gibt es nicht.
Wir: Das ist absolut unverständlich und das MUSS gehen - auf der ganzen Welt kann man das - und die grösste Bank in Australien wird das wohl auch können!
Bankmanagerin: Nein, sorry tut mir leid das geht nicht.
Wir: *anstarr*
Sie: Es geht nicht.
Wir: *schluck*
Da verliessen wir die Lokalität kopfschüttelnd und schimpfend und motzend und gingen gegenüber der Strasse in eine andere Bank mit dem Gedanken, wenn diese Bank es schafft, dann transferrieren wir unser Geld einfach auf diese Bank und dann *Zack* senden wir es von da in die Schweiz.
Die andere Bank, sagte zuerst dann aber auch das es wohl gehe Australische Dollar in Schweizer Franken umzuwandeln, aber sie können keine Australische Dollars schicken.
Also zuerst alles in schweizer Franken wechseln und dann schicken... natuerlich mit ober schlechtem Kurs - is ja klar. Wir haben da natürlich ein wenig rumgestänkert bis dann dort tatsächlich eine Möglichkeit gefunden wurde unseren Wünschen zu entsprechen.
Wir natürlich wieder über die Strasse in die andere Bank rein, da rennt die Bankmanagerin schon auf uns zu:
Sie hätte soeben ein Telefon erhalten von der Zentrale und die hätten ihnen mitgeteilt, dass es ein Systemfehler gegeben hätten, dies aber nun behoben wäre und man Australische Dollar direkt in die Schweiz schicken kann.........
Wir: *augenbraue hochheb*
Dann wurde wild mit der Maus im System rumgefuchtelt, hier und da geklickt und dann noch etwas später wurde dann in dem 'tollen' System tatsächlich DER Knopf entdeckt. Wenn man die Ausage der Bankmanagerin von vorher ernst nehmen würde, wäre das ja dann prompt ein "Geldwäscherei-Übertölplungs-Knopf" !!!
Nun waren wir also einen Schritt weiter an unserem Ziel, aber wir wollten ja Australische Dollar hier abschicken und die dann erst in der Schweiz in Franken wechseln lassen, da der Wechselkurs so rum um paar Rappen besser ist.
Aber unsere Bankmanagerin hier sagt natuerlich in allem Glanz und Gloria: NEIN. Das geht gar nicht, wir koennen nur Schweizer Franken schicken und der Kurs ist wohl derselbe.....
Wir: *anstarr*
Und so ging das weiter hin und her - wir wurden dann immer wortkarger aber blieben standhaft bei unserer Meinung das auch das funktionieren müsse.
Endlich bequemte sich die Bankmanagerin dazu jemanden anzurufen und das zu klären. Sie muss dann jemanden angerufen haben, der wirklich was von allem versteht, denn auf einmal wuselte sie zielstrebig zu einer Bankangestellten hin, nickte mit dem Kopf in unsere Richtung, flüsterte Instruktion und verschwand in ihrem Büro.
Die Bankangestellte kam, machte ratzfatz unseren Transfer - genaus so wie wir es wollten!
Und ZACK, sind Thomas und ich 2 Stunden älter und haben je 3 neue graue Haare. Aber egal - wir haben einem Australier was beigebracht, was er in erster Linie schon hätte wissen müssen, aber egal.
Fakt ist, dass jemand, der sich hier nicht mit Wechelkursen auskennt, und keine Ahnung hat was im Banksektor möglich sein muss und ist, enorm viel Geld verloren hätte. Die erste Variante war ja über zwei Währungen zu wechseln und die zweite Variante war mit 5 Rappen schlechterem Kurs.
Und ich bezweifle, dass sich ein normaler Australier mit einer Bankmanagerin anlegt, das machen nur renitente Schweizer wie wir.
Ein weiterer Punkt ist folgender, dass war ja die Frau Bankmanagerin höchstpersönlich, nun kann man sich in etwa vorstellen, wie die Bankwürstliangestellten untendran gebildet und ausgebildet sind - eigentlich will ich mir das gar nicht vorstellen !!!
Und so ist es mit Vielem hier. Man muss sich hier zwingend zuerst schlau machen und alles zuerst im Internet abklären, und dann kann man mit all der Munition dann in Australien rumlaufen und um sich schiessen. PENG!
Montag, 1. Februar 2010
Januar Loch
Das gibt es also auch hier - das Januar-Loch. Nun ja Löcher geben nicht wirklich viel her, darum war der ganze Januar eigentlich eine riesen Flaute.
Wir haben uns mit sehr hohen Temperaturen rumgequält und dann mit Neville und Olga, den zwei Cyclons. Die waren weit weg von uns zwischen Cairns und Cooktown, trotzdem spürten wir die Ausläufer hier gewaltig. Böiger Wind, Regen, Regen, Regen und am schlimmsten einen eklatanten Temperatursturz!
Am morgen stand ich in der Kaffe Ecke und hatte "Hüehnerhuut", zog lange Hosen und Pullover an und wurde von Thomas gleich ausgelacht. Immerhin hatten wir "noch" 26°C. Jaaaaa, aber wir hatten kurz vorher tüppige 40°C - das macht rund 14°C Differenz nicht ? Da finde ich lange Hosen gerechtfertig.
Die Jobsuche hier gestaltet sich schwieriger als erwartet.
Hier ein Beipiel:
Ganz in der Nähe von Towers also 60km westlich von hier gibt es eine Mine. Auch haben die dort ein Labor. Da in diesem Kuhkaff jeder jeden kennt und man praktisch keine Geheimnisse haben kann, habe ich von einer Kollegin erfahren, dass Ihre Nachbarin in diesem Labor gearbeitet hat, nun aber nach Westaustralien zieht. Also Nachbarin weg - Stelle frei! So landete ich tatsächlich durch Tratsch auf der Pole Position für diesen Job! Ich wurde mit Telefonnummer und Vornamen des Laborchefs ausgerüstet und so hab ich dann Jone angerufen. Giacobbo hätte Freude gehabt!
Jone ist asiatischer Herkunft, daher spricht er sein eigenes kleines geheimes Asiatenenglisch. Aber da ich ja auch extrem viel Übung in Indisch-englisch habe und das nun praktisch auch fliessend spreche, konnte mich das nicht abschrecken. Jone war erfreut und wollte, das ich ihm meine Unterlagen maile.
Er buchstabiert mir seinen Namen........ nun...... Jone Juale.
Offensichtlich war mein Asiaten-Englisch doch nicht perfekt, denn als ich ihm das Mail schickte kam es zurück - Adressat unbekannt. Ich versuchte es auf ungefähr 15 verschiedene Varianten - alles kam zurück.
Da habe ich ihn halt nochmals angerufen und mich entschludigt wegen "Problemen mit der Buchstabierung" bla bla bla. Dann versuchte er es nochmals mit dem Hinweis, dass Jone sich mit J wie Jungle schrieb und sein Nachname hätte auch noch ein Q drin. Aha.... das hilft...... gar nichts.... Letzendlich hat er mir angeboten ein Mail zu schreiben und dann könne ich einfach "Antworten" drücken. OK gut. Nun mein Name war wohl für ihn wie seiner für mich, denn Ich hab nie ein Mail bekommen von ihm.
Dann rief mich unser General Beaty (Hauseigentümerin) an und sagte "He, da gibt es eine Stelle in der Mine". Yeah - tell me something new!
Da hab ich ihr meinen Leidensweg mit "J wie Jungle" erzählt und sie hat dann gemeint sie könne mir helfen, denn Ihre Schwiegertochter Jody ist die Cousine von der Nachbarin meiner Kollegin, die nun nach Westaustralien geht..... wie war das mit KEINE Geheimnisse?
Ich habe General Beaty auf Mission geschickt um den richtigen Namen dieses Laborchefs rauszubekommen. Nach 24 Stunden kommt ein SMS mit der genauen Mailadresse von - Trish. Trish ist die Tochter des Farmarbeiters von Gerneral Beaty, der offensichtlich ebenfalls ein Nachbar ist von der "Nachbarin" meiner Kollegin. Obwohl genau genommen diese besagte Nachbarin ja keine mehr ist, da sie ja nun in Westaustralien wohnt, aber egal, unterdessen bin ich geheimnissfrei.
Diese richtige Mailadresse hatte im Übrigen rein gar nichts mit dem Namen zu tun, den ich mir notiert habe! Nichts desto trotz habe ich mein Unterlagen eingesendet und prompt kam ein sehr nettes Mail zurück - ich sei überqualifiziert. Sie suchen nur einen Sample-Preparer. Nun ja ausser Spesen nix gewesen. Wie gesagt es ist schwieriger als erwartet.
Gut war dann nur, dass ich diese Absage nur einer Person erzählen musste und die Neuigkeit machte die Runde von allein :-)
Wir haben uns mit sehr hohen Temperaturen rumgequält und dann mit Neville und Olga, den zwei Cyclons. Die waren weit weg von uns zwischen Cairns und Cooktown, trotzdem spürten wir die Ausläufer hier gewaltig. Böiger Wind, Regen, Regen, Regen und am schlimmsten einen eklatanten Temperatursturz!Am morgen stand ich in der Kaffe Ecke und hatte "Hüehnerhuut", zog lange Hosen und Pullover an und wurde von Thomas gleich ausgelacht. Immerhin hatten wir "noch" 26°C. Jaaaaa, aber wir hatten kurz vorher tüppige 40°C - das macht rund 14°C Differenz nicht ? Da finde ich lange Hosen gerechtfertig.
Die Jobsuche hier gestaltet sich schwieriger als erwartet.
Hier ein Beipiel:
Ganz in der Nähe von Towers also 60km westlich von hier gibt es eine Mine. Auch haben die dort ein Labor. Da in diesem Kuhkaff jeder jeden kennt und man praktisch keine Geheimnisse haben kann, habe ich von einer Kollegin erfahren, dass Ihre Nachbarin in diesem Labor gearbeitet hat, nun aber nach Westaustralien zieht. Also Nachbarin weg - Stelle frei! So landete ich tatsächlich durch Tratsch auf der Pole Position für diesen Job! Ich wurde mit Telefonnummer und Vornamen des Laborchefs ausgerüstet und so hab ich dann Jone angerufen. Giacobbo hätte Freude gehabt!
Jone ist asiatischer Herkunft, daher spricht er sein eigenes kleines geheimes Asiatenenglisch. Aber da ich ja auch extrem viel Übung in Indisch-englisch habe und das nun praktisch auch fliessend spreche, konnte mich das nicht abschrecken. Jone war erfreut und wollte, das ich ihm meine Unterlagen maile.
Er buchstabiert mir seinen Namen........ nun...... Jone Juale.
Offensichtlich war mein Asiaten-Englisch doch nicht perfekt, denn als ich ihm das Mail schickte kam es zurück - Adressat unbekannt. Ich versuchte es auf ungefähr 15 verschiedene Varianten - alles kam zurück.
Da habe ich ihn halt nochmals angerufen und mich entschludigt wegen "Problemen mit der Buchstabierung" bla bla bla. Dann versuchte er es nochmals mit dem Hinweis, dass Jone sich mit J wie Jungle schrieb und sein Nachname hätte auch noch ein Q drin. Aha.... das hilft...... gar nichts.... Letzendlich hat er mir angeboten ein Mail zu schreiben und dann könne ich einfach "Antworten" drücken. OK gut. Nun mein Name war wohl für ihn wie seiner für mich, denn Ich hab nie ein Mail bekommen von ihm.
Dann rief mich unser General Beaty (Hauseigentümerin) an und sagte "He, da gibt es eine Stelle in der Mine". Yeah - tell me something new!
Da hab ich ihr meinen Leidensweg mit "J wie Jungle" erzählt und sie hat dann gemeint sie könne mir helfen, denn Ihre Schwiegertochter Jody ist die Cousine von der Nachbarin meiner Kollegin, die nun nach Westaustralien geht..... wie war das mit KEINE Geheimnisse?
Ich habe General Beaty auf Mission geschickt um den richtigen Namen dieses Laborchefs rauszubekommen. Nach 24 Stunden kommt ein SMS mit der genauen Mailadresse von - Trish. Trish ist die Tochter des Farmarbeiters von Gerneral Beaty, der offensichtlich ebenfalls ein Nachbar ist von der "Nachbarin" meiner Kollegin. Obwohl genau genommen diese besagte Nachbarin ja keine mehr ist, da sie ja nun in Westaustralien wohnt, aber egal, unterdessen bin ich geheimnissfrei.
Diese richtige Mailadresse hatte im Übrigen rein gar nichts mit dem Namen zu tun, den ich mir notiert habe! Nichts desto trotz habe ich mein Unterlagen eingesendet und prompt kam ein sehr nettes Mail zurück - ich sei überqualifiziert. Sie suchen nur einen Sample-Preparer. Nun ja ausser Spesen nix gewesen. Wie gesagt es ist schwieriger als erwartet.
Gut war dann nur, dass ich diese Absage nur einer Person erzählen musste und die Neuigkeit machte die Runde von allein :-)
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